Mastodon Workshop: Warum die Informatik auch Philosoph*innen braucht | Axel Dürkop

Workshop: Warum die Informatik auch Philosoph*innen braucht

Zusammenfassung

Informatische Systeme werden besser, wenn von Anfang an ethische Aspekte und geteilte Wertvorstellungen nachgedacht wird.

Datum
23. Apr. 2026
Veranstaltung
Zukunftstag am Johanneum Lüneburg
Ort
Gymnasium Johanneum, Lüneburg

Im Team mit zwei Informatiklehrern der Schule habe ich versucht, Schüler*innen der 10. Klassen ins philosophische Nachdenken über Technik zu verwickeln. Der Workshop startete mit einem halbstündigen Vortragsteil, in dem ich an Beispielen gezeigt habe, wie sich philosophische Fragen zu informatischen Systemen entwickeln lassen.

Die Schüler*innen nahmen anschließend in zufälligen Gruppenkonstellationen an Tischen Platz, auf denen kurze Informationen zu den Nachhhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen zu lesen waren. Im Bezug auf das jeweilige Ziel am Tisch entwickelten die Schüler*innen dann Fragen, die Herausforderungen von Ethik, Gerechtigkeit, Inklusion, Mensch-Maschine-Beziehung und Demokratie thematisierten.

Wortwolke mit Schlagwörtern zur Anregung. Folie: Axel Dürkop

Am Beispiel von SDG 3, “Gesundheit und Wohlergehen” habe ich exemplarisch die folgenden Fragen vorgegeben:

  • Mensch-Maschine-Beziehung: Was bedeutet es, wenn wir Fürsorge an Maschinen abgeben?
  • Pflichtethik/Prinzipienethik: Welche ethischen Grundsätze ziehen wir heran, um bei Herstellung und Nutzung informatischer Systeme die Würde des Menschen zu achten?
  • Echtheit emotionaler Erfahrung: Kann eine Simulation von Empathie echte emotionale Verbindung und Heilung ersetzen?

Die entwickelten Fragen wurden anschließend auf einer Taskcard gesammelt und im Plenum gewürdigt. Die Schüler*innen nahmen unsere Unterstützung an den Tischen beim Entwickeln der Fragen gern an.